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Koordinationsbüro
für Offene Jugendarbeit
und Entwicklung

welcome.zu.flucht

Eine Initiative der Offenen Jugendarbeit in Vorarlberg

Junge Menschen auf der Flucht erreichen Vorarlberg. Sie bringen Geschichten von Krieg und Gewalt, Unterdrückung und  Menschenrechtsverletzungen mit. Und oft auch das Gefühl, hier nicht willkommen zu sein. Für die Jugendarbeit bedeutet dies nicht neue Methoden zu erfinden, sondern mit den bestehenden Fachkompetenzen Begegnungsräume für einen Beziehungsaufbau zwischen den Jugendlichen zu schaffen.

Kernfrage dieses Projektes ist: Wie gelingt es, sowohl eine Begegnungskultur für die flüchtenden Jugendlichen zu gestalten, und trotzdem nicht auf jene Jugendliche zu vergessen, die bisher im Zentrum der Aktivitäten der OJA stehen? In diesem Projekt soll durch Begegnungsräume, Qualifizierung, Workshops, Peer to Peer Arbeit und verschiedenen weiterführenden Aktivitäten diesen Herausforderungen proaktiv begegnet werden. Die Offene Jugendarbeit Dornbirn ist Impulsgeberin – die Aktivitäten sollen jedoch allen Einrichtungen der OJA Vorarlberg umgesetzt werden.

Einen Einblick in die spannenden Veranstaltungen, Treffen und Projekte im Rahmen von welcome.zu.flucht findet ihr hier zur Nachlese und eventuell sogar als Inspiration!

 

+++ welcome.zu.flucht 2016 +++

 

Die Initiative war im Jahr 2016 noch in ihren Kinderschuhen und geprägt vom Schwerpunkt auf Entwicklung, Aufbau und Vernetzung der Tandempools (Zweiterteams aus Menschen mit Bezug zur Offenen Jugendarbeit mit und ohne Fluchthintergrund). Demnach war auch die Vielzahl der Projekte an diesen Fokus angepasst und darauf basierend.

 

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Initiative welcome.zu.flucht: Die ersten Tandem-Workshops

Jugendliche Peers aus den kriegsführenden Fluchtländern (Irak, Afghanistan, Syrien) werden qualifiziert, in Workshops,  mit Schulgruppen und in offenen Räumen zu arbeiten. Dialoggruppen sind einerseits  „einheimische Jugendliche“ aber auch junge Menschen ihrer Community. Durch ihre Kultur- und Sprachkompetenz erhalten sie Vertrauen und Zugang und geben Informationen über Werte und Kulturinhalte in alle Richtungen weiter.

Das haben wir gemacht:

Jugendarbeiter oder Jugendarbeiterinnen aus Vorarlberger Einrichtungen bilden den zweiten Part im Tandem, haben Interesse am Thema und die Bereitschaft im Team gemeinsam mit Menschen mit Fluchterfahrung im Rahmen ihrer Arbeit im Jugendhaus mitzuarbeiten. Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchthintergrund und Jugendarbeiter*innen aus vielen Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit Vorarlberg nahmen an den Workshops teil und bereiteten ihren ersten Einsatz auf der Dornbirner Messe vor.

Das haben wir gelernt:

Anfang 2018 sind Tandemteams, die aus den ersten Workshops in 2016 hervorgegangen sind, nach wie vor im Einsatz. Das Konzept geht auf!

 

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Offene Jugendarbeit Lustenau: [aktionstage 2016] Köpfe wie Du & Ich – verwurzelt und verweht

Im Rahmen der Aktionstage 2016 der Offenen Jugendarbeit Lustenau / Culture Factor Y standen die ganz großen Fragen im Raum.

Das haben wir gemacht:

Herrlich politisch und kritisch, so präsentierten sich die engagierten Aktivist*innen aus Lustenau bei den Veranstaltungen zum Thema „Radikalisierungsprävention und Flucht“. Vergangene Woche gingen die 15. Aktionstage der Offenen Jugendarbeit Lustenau über die Bühne. Die diesjährigen Aktionstage der Offenen Jugendarbeit Lustenau / Culture Factor Y stehen ganz im Zeichen des Themas „Radikalisierungsprävention und Flucht“.

  • Was heißt (sozialer) Mut?
  • Was bedeutet ein gutes Miteinander? Wie kann dieses aussehen/erreicht werden?
  • Was hat (sozialer) Mut mit Frieden zu tun?
  • Warum flüchten Personen?
  • Wovor (Flucht aus der Familie, Religion … auch innerhalb Österreichs) flüchten sie?
  • Was sind eure Wurzeln?
  • Wo sind eure Wurzeln?
  • Gehen diese mit einem Ortswechsel verloren?
  • Sind diese permanent/temporär?
  • Kann man neue/weitere Wurzeln schlagen?

 

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 Offene Jugendarbeit Dornbirn: Interkulturelle Friedhofsbesuche

Wie gehen verschiedene Religionen mit ihren Verstorbenen um? Was können wir über sie und von ihnen lernen? Wie und wo wurden die Adeligen begraben? Wie und wo die Bürger*innen? Wo sind die Opfer des Nationalsozialismus begraben? Diese und mehr Fragen stellten die Jugendlichen, die an der interkulturellen Friedhofstour – organisiert von der Offenen Jugendarbeit Lustenau und Dornbirn – teilnahmen.

Das haben wir gemacht:

Gemeinsam wurden ein katholischer, ein jüdischer und ein muslimischer Friedhof besichtigt. Dabei wurden die Jugendlichen von Expert*innen begleitet, die vor Ort über Besonderheiten, Unterschiede, aber vor allem über Gemeinsamkeiten der Religionen aufklärten. In Hohenems wurden der jüdische Friedhof unter Begleitung von Museumsdirektor Dr. Hanno Loewy und der denkmalgeschützte katholische Friedhof unter Begleitung des Historikers Arnulf Häfele besichtigt. In Altach besichtigte die Gruppe den muslimischen Friedhof unter Begleitung von Bürgermeister Gottfried Brändle. Über 40 Jugendliche mit sehr unterschiedlicher Herkunft und Religionszugehörigkeit nahmen an der Veranstaltung teil. Der ORF begleitete den Nachmittag medial und führte Interviews mit den interessierten Jugendlichen durch.

Das haben wir gelernt:

Die interulturellen Friedhofsbesuche waren eine sehr spannende Veranstaltung die viel Feingefühl und Respekt erfordert, aber ganz besonders lehrreich und augenöffnend ist.

 

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 Offene Jugendarbeit Lustenau: WE RESPECT WOMEN

Das Projekt #WERESPECTWOMEN, eine Kampagne, die im Rahmen der Arbeitsgruppe „Radikalisierungsprävention“ (gegründet von der OJA Lustenau) in Zusammenarbeit mit muslimischen Jugendlichen entstanden ist.

Das haben wir gemacht:

Seitdem vermehrt in den Medien von Übergriffen gegen Frauen berichtet wird, stehen arabisch-aussehende Männer unter Generalverdacht. Deshalb zeigen hier diese jungen Männer ihr Gesicht gegen Sexismus und Gewalt, um den Pauschalurteilen, die Angst und Unsicherheit schüren, entgegenzuwirken. Wir wollen diese abscheulichen Taten nicht verharmlosen. Die Täter gehören verurteilt! Jedoch sollte dies unabhängig von der Herkunft, der kulturellen und sozialen Zusammenhänge sowie religiösen Überzeugungen geschehen. Wir sind gegen jegliche Art von Gewalt, egal an wen sie gerichtet ist und wünschen allen Opfern von solch widerlichen Gewaltakten, dass sie ihren Frieden finden und die Täter angemessen bestraft werden. Plakate und Poster, sowie eine mediale Kampagne wurde gemeinsam entwickelt und produziert.

Das haben wir gelernt:

Manchmal muss man für wichtige Themen Gesicht zeigen! Gegen Sexismus, Gewalt und Pauschalurteile.

 

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Offene Jugendarbeit Rankweil: Theater zum Leben - Wir & die Anderen

Aus, - und Abgrenzung sind Teil unserer täglichen Erfahrung. Jeder kennt es, wenn jemand als „Ausländer, Weiber, Streber,…“ ausgegrenzt wird. Manchmal kann uns Ausgrenzung Schutz bieten, aber oft merken wir gar nicht, wie wir uns hinter einer Gruppe verstecken und dadurch anderen Menschen gar keine Chance geben.

Das haben wir gemacht:

Das Theater zum Leben bietet die Möglichkeit in das Thema „Wir & die Anderen“ einzutauchen, einander zu begegnen, miteinander neue Perspektiven zu gewinnen und Möglichkeiten zu erforschen. Ein spielerischer Dialog anhand unserer Sinne und Körpersprache lässt uns persönliche Erfahrungen einbringen.

Das haben wir gelernt:

Theater ist für alle und verbindet Menschen. Kunst kann also auch ein wertvolles Medium in der interkulturellen Arbeit sein.

 

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Offene Jugendarbeit Bludenz: Parcours Workshop mit Team Flying Arts

Interkultureller Workshop im Rahmen von welcome.zu.flucht

Das haben wir gemacht:

Parcours Workshop für Jugendliche mit dem Team Flying Arts in Bludenz.

Das haben wir gelernt:

Gemeinsam aktiv zu werden baut Brücken auf und bereitet Freude.

 

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Offene Jugendarbeit Dornbirn: Afghanisch kochen

Eine Veranstaltung im Rahmen von welcome.zu.flucht muss nicht immer ein riesen-Event sein, sondern kann auch im Offenen Betrieb stattfinden.

Das haben wir gemacht:

Gemeinsam wurde in der Arena afghanisch gekocht und gespeist.

Das haben wir gelernt:

Auch Ideen mit weniger Aufwand können großes Bewirken. Gemeinsam kochen, neue Geschmäcker kennenlernen und sich über Kulturen austauschen. Davon haben alle was!

 

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Offene Jugendarbeit Dornbirn: Arabic Party I & II

Es darf auch einmal gefeiert werden.

Das haben wir gemacht:

Die Arabic Parties, die von Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund organisiert wurden, fanden im Jugendzentrum Vismut statt. Eine Vielfalt an Sounds, Snacks und Spaß!

Das haben wir gelernt:

Um interkulturelle Freundschaften zwischen Jugendlichen zu fördern darf auch einfach einmal gefeiert werden! Nicht immer benötigt es dazu einen Workshop oder ein Seminar.

 

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Initiative welcome.zu.flucht: Junge Halle 2016

"Begegnungen schaffen - Miteinander geht vieles leichter". Die Junge Halle wurde zur Begegnungszone für Jung und Alt, für Einheimische und Geflüchtete. Durch diesen Leitgedanken setzt die OJA in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendbeirat einerseits ein Statement, dass sie sich der auf Grund der weltpolitischen Geschehnissen und der sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Herausforderung wie Sprache, kulturelle und religiöse Hintergründe, Rollenbilder etc. diesen Themen konstruktiv annehmen und Begegnungskultur mitgestalten. Andererseits soll dieses Motto auch ein sichtbares Zeichen für die „einheimischen“ Jugendlichen sein, dass ihre Verunsicherungen und Ängste durch die Fluchtbewegung gehört werden und Raum geschaffen wird, indem sie achtsam und wertneutral begleitet werden. So können mögliche Konflikte bereits im Vorfeld verhindert werden und die Offene Jugendarbeit leistet einen aktiven Beitrag zum sozialen Frieden in Vorarlberg.

Das haben wir gemacht:

Neben topaktuellen Informationen zur Offenen Jugendarbeit und einzelnen Projekten gab es auch jede Menge Fun und tolle Mitmachaktionen wie der Button Werkstatt, Tischfußball, den Mashoonga Sabres und dem beliebten Rauschbrillenparcours der taktisch klug Eventbegleitung. Die Offene Jugendarbeit Dornbirn lud in einem gemütlichen Ambiente zu arabischem Tee und leckeren Süßigkeiten ein, sich unter Palmen auszutauschen.

Das haben wir gelernt:

Es braucht Räume, in denen sich unterschiedliche Herkünfte, Religionen, Sichtweisen begegnen können. Durch Diskussionen, dem Austausch mit betroffenen Geflüchteten sowie Interviews mit FachexpertInnen zum Thema Flucht und Asyl im Rahmen des Projekts Welcome.Zu.Flucht wurden Vorurteile abgebaut und ein Miteinander gelebt.

 

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Offene Jugendarbeit Dornbirn: Innenstadtreinigung

Das haben wir gemacht:

Eine tolle Aktion fand heute Nachmittag in Dornbirn statt! Die Offene Jugendarbeit Dornbirn organisierte eine Reinigungsaktion in der Innenstadt, am Bahnhof und am Kulturhausplatz – alles Plätze, die die Jugendlichen gerne besuchen. Viele Jugendliche halfen mit. Als Dankeschön gab es für alle Beteiligten im Anschluss eine kleine Jause.

Das haben wir gelernt:

Es schweißt zusammen, wenn man sich gemeinsam über seine Lebenswelten kümmert und sich sozial engagiert.

 

 

 

+++ welcome.zu.flucht 2017 +++

 

2017 war nach der EInführung der Tandemteams in der Offenen Jugendarbeit das Jahr der Weiterentwicklung ebendieser. Zudem lag ein Fokus auf der regionalen Entwicklung und der Ausweitung des Projektes. Mit mehr Ressourcen konnten auch immer größere Projekte im Rahmen von welcome.zu.flucht geplant und durchgeführt werden. Die Vielfalt der Ideen war ebenfalls wieder gegeben.

 

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Offene Jugendarbeit Lauterach: Bänkle Bau live im ORF

Gemeinsam mit 15 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, einem Tandem und viel Publikum wurden im öffentlichen Raum Bänkle gebaut.

Das haben wir gemacht:

Die Luteracher Bänkle gleichen einer Schubkarre und sind mobil einsetzbar. Die Bänkle werden von Menschen aus der Bevölkerung gebaut, können ganz nach Bedarf mobil weitergeschoben werden und können so von allen Bevölkerungsgruppen genau dort eingesetzt werden, wo sie gerade von Nutzen sind. Die Bänkle sind flexibel, mobil, fördern das Zusammenkommen und den Austausch und gehören allen. Die Luteracher Bänkle sollen den Diskurs über die gemeinsame Nutzung des öffentlichen Raums anregen. Das Projekt wird von der Offenen Jugendarbeit Lauterach in Kooperation mit weiteren sozialen Einrichtungen in Lauterach umgesetzt. Nun hat die Offene Jugendarbeit Lauterach die Möglichkeit bekommen live in der Guten Morgen Show des ORF Bänkle zusammen zu bauen. Jugendliche, die die Offene Jugendarbeit besuchen, Jugendlichen die das Poly besuchen und ein Geflüchteter bauten gemeinsam die Bänkle. Als Tandem wurden Shoaib Hussein und Viola Karg eingesetzt.

Das haben wir gelernt:

Die Jugendlichen konnten Shoaib besser kennenlernen und Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit Fluchterfahrung abbauen. Die offene Jugendarbeit konnte durch diesen Auftritt ihr Image verbessern und es war eine gut gelungene Öffentlichkeitsarbeit.

 

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Offene Jugendarbeit Lauterach: City Bound

Ziel der City Bound Projekte war es, Menschen mit Fluchterfahrungen in der Gemeinde sichtbar zu machen, Vorurteile und Ängste abzubauen und Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung zusammen zu bringen. City Bound fand in Lauterach am 25.11.2017 mit 16 Teilnehmer*innen statt, neun davon mit Fluchterfahrung.

Das haben wir gemacht:

City Bound hat einen erlebnispädagogischen Ansatz und unterstützt die Teilnehmenden ihren Lebensraum als Erfahrungsort zu nutzen. Die Chance liegt im niederschwelligen Einstieg und der Möglichkeit, realen Situationen des alltäglichen Lebens kreativ zu begegnen und die Potenziale des Gemeindelebens zu entdecken. So wird nicht nur ein Beitrag zur Integration geleistet sondern mit Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrungen über die spielerische Interaktion mit PassantInnen auf das Thema „Flucht und Integration“ aufmerksam gemacht. Das Projekt verfolgt das Ziel einen Raum für Begegnung zu schaffen und macht Menschen und ihre unterschiedlichen Geschichten sichtbar, die meist in unserer Gesellschaft übersehen werden.

Das haben wir gelernt:

Die Jugendlichen ohne Fluchterfahrung konnten klar Vorurteile abbauen und die Jugendlichen mit Fluchterfahrung besser Kennenlernen und etwas über ihre Geschichte erfahren. Die Bevölkerung machte sehr gut mit und war dem Projekt gegenüber aufgeschlossen, was unsere anfänglichen Befürchtungen widerlegte. Auch den Jungs mit Fluchterfahrung konnte aufgezeigt werden, dass es Menschen gibt, die sich für sie interessieren und sie in der Gemeinde willkommen sind. Perspektiven wurden klar erweitert.

 

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Offene Jugendarbeit Bludenz: Lebenswelten/City Bound

Auch die Offene Jugendarbeit Bludenz setzte sich im Frühjahr 2017 mit der City Bound Methode auseinander und startete mit 23 Teilnehmer*innen, davon 12 mit Fluchterfahrung, in ein zweitägiges Abenteuer. Orte der Begegnung wurden geschaffen, die Jugendlichen konnten ihre Lebenswelten sichtbar machen und persönliche Geschichten wurden mit Plätzen in Bludenz in Verbindung gebracht und vorgestellt. Vorurteile wurden hinterfragt und abgebaut, der Gruppenzusammenhalt wurde gestärkt und die Jugendlichen konnten Selbstwirksamkeit erleben.

Das haben wir gemacht:

Das Projekt dauerte zwei Tage und wurde mit den zwei Expert*innen aus Wien und verschiedenen Akteur*innen und Tandems der OJA durchgeführt; Die Organisation der Workshops im Vorfeld (Werbung, Räumlichkeiten, Support) machte die OJA Bludenz; Die Durchführung geschah in der Villa K., auf dem Gelände der Villa K. und im öffentlichen Raum in Bludenz, z.B. Innenstadt und Plettenberg Park

Das haben wir gelernt:

Insgesamt waren die zwei Tage ein voller Erfolg. Es wurden neue Kontakte geknüpft und viele Freundschaften geschlossen. Dadurch wurde deutlich, dass mit Spaß, Freude und Aufgeschlossenheit eine Stadt positiv belebt werden kann.

 

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Offene Jugendarbeit Bludenz: Offenes Sportangebot

Projekte im Rahmen von welcome.zu.flucht müssen nicht nur Großevents und ganze Themenwochen sein. Wie die VillaK beweist, können es auch Angebote im Rahmen des offenen Betriebes sein.

Das machen wir:

Von Oktober bis Ende März steht uns die Turnhalle der VS-Obdorf in Bludenz jeweils am Dienstag von 20.15 bis 21.45 Uhr zur Verfügung. In dieser Zeit können Jugendliche die Chance nützen sich ohne Zwang oder Leistungsdruck sportlich zu betätigen. Neben den Schwerpunkten Fussball und Basketball wird individuell auf eure Interessen Rücksicht genommen, für Abwechslung wird gesorgt. Während der Sommermonate findet das Offenen Sportangebot beim Spark7 Skaterplatz statt, wo uns dank hervorragender Infrastruktur eine vielfälltige sportliche Betätigung ermöglicht wird. Egal ob Volleyball, Basketball, Jonglage, Devil Sticks, Fussball, Skating, Streetball, Federball, uvm. Hier ist für Jede/Jeden etwas dabei.

Das lernen wir:

Es geht vor allem darum Spass zu haben und neue Leute kennenzulernen. Regelmäßige Freizeitangebote sind genauso wertvoll, wie große Projekte mit hohen Zielen. Gemeinsam zu tun und eine gute Zeit zu haben bringt Menschen einander nächer - die Herkunft ist dabei kein Faktor.

 

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Offene Jugendarbeit Bludenz: Sprachencafé

Ebenfalls ein spannendes Projekt um Menschen zu Vernetzen und Refugees in ihrem Ankommen zu unterstützen.

Das haben wir gemacht:

Wöchentliches Angebot eines Sprachencafés in der Villa K. Dienstagabends für alle Interessierten und Unterstützenden.

Das haben wir gelernt:

...dass beim Reden die Leute zusammenkommen. Sich gegenseitig zu Unterstützen verbindet und hilft wo es wichtig ist. Außerdem lernt man dabei spannende neue Menschen kennen.

 

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Initiative welcome.zu.flucht: Interkulturelle Wanderung

Eine Wanderung der besonderen Art und ein ganzes Wochenende im Rahmen von welcome.zu.flucht Das Ziel dieser Wanderung war es, Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abzubauen, neue Freundschaften zu schließen und das Erlebnis eines Miteinanders zu zelebrieren.

Das haben wir gemacht:

Wir wanderten von Dornbirn (mit der Karrenseilbahn auf den Karren) zur Emser Hütte. Auf dem Weg gab es verschiedene Stationen mit Musik, Spielen, Speisen und vieles mehr aus unterschiedlichen Ländern. Auf der Emser Hütte erwartete uns dann ein großes interkulturelles Fest mit Spielen, Musik und Lagerfeuer. Wir übernachteten auf der Emser Hütte und wanderten am nächsten Tag wieder zurück nach Dornbirn.

Das haben wir gelernt:

Gemeinsam lassen sich auch die größten Hürden meistern und höchsten Gipfel erklimmen.

 

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Offene Jugendarbeit Lustenau und Dornbirn: "Extrem abgedreht!"

Film- und Begegnungsfest der besonderen Art in Lustenau

Das haben wir gemacht:

Das Film- und Fotocamp der Offenen Jugendarbeit Lustenau und der Offenen Jugendarbeit Dornbirn zum Thema Radikalisierungsprävention fand vergangenes Wochenende statt. Mit großer Begeisterung wirkten über 40 Jugendliche beim Film- und Fotocamp mit. Bei den kreativen Dreharbeiten konnten die Jugendlichen viele verschiedene Erfahrungen sammeln, ihre Ideen einbringen, Schauspieltalente erproben und diese auch umsetzen. Beim Aufbau der Kurzfilme an verschiedenen Orten hatten die jungen Menschen die Möglichkeit die professionellen Abläufe (Licht- und Soundeffekte uvm.) eines Film-Drehs kennen zu lernen. Die Mitwirkenden Profis der FHV waren beeindruckt von der Ideenvielfalt, Kreativität und dem Einfallsreichtum der Jugendlichen. Die Filmcrews erlebten viele spannende und aufregende Momente. Ein buntes Rahmenprogramm bot den jungen TeilnehmerInnen ein abwechslungsreiches Wochenende. Gemeinsames Frühstück, Mittag- und Abendessen stand genauso auf der Tagesordnung sowie Ausflüge zum Alten Rhein, Sportaktivitäten am „Habedere“ Jugendplatz in Lustenau und die Teilnahme an einem Flashmob in Bregenz zum Thema Frieden.  Dies förderte das Kennenlernen und stärkte den Zusammenhalt der jungen kreativen Gruppe.

Das haben wir gelernt:

Die Jugendlichen, aus verschiedensten Kulturen, bekommen so die Möglichkeit sich näher kennen zu lernen, gemeinsam zu arbeiten und können so unter anderem Vorurteile abbauen.

 

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Offene Jugendarbeit Lustenau: Vielfalt zum Wohlfühlen

Anlässlich der gegenwärtigen weltpolitischen Lage, sehen wir uns in der Offenen Jugendarbeit dazu veranlasst, Sympathien von Jugendlichen zu radikalen Gruppierungen und deren Vorbildern einzudämmen.

Das haben wir gemacht:

Die Offene Jugendarbeit Lustenau widmete sich vergangene Woche an vier Tagen dem Thema "Vielfalt zum Wohlfühlen“. Unter dem Motto „FRIEDLICH MITEINANDER LEBEN“ regte die OJAL bei einer Reihe von Veranstaltungen zum Nachdenken und Diskutieren über Toleranz und Vielfalt an.

Das haben wir gelernt:

Durch diese niederschwelligen Angebote, welche von den Jugendlichen mitgetragen und partizipativ ausgearbeitet werden, war es möglich, entsprechend viele Jugendliche aus diversen sozialen Bevölkerungsschichten und kulturellen Hintergründen miteinzubeziehen. Alle setzten sich mit den genannten Themen wie kultureller und religiöser Vielfalt, Frieden, Menschenrechte, Herkunft, Geschlecht, Alter, Integration, Toleranz uvm. auseinander.

 

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OJA Bludenz, Bregenz, Dornbirn und Lustenau: Ski- und Snowboardcamp 2017

Mit sportlicher Aktivität Begegnungsräume schaffen

Das haben wir gemacht:

Das Hoch „Felicitas (= die Glückliche)“ bescherte den Teilnehmer_innen bei der traditionellen Ski – und Snowboardwoche gute Laune und Begeisterung bei strahlendem Sonnenschein. In diesem Jahr tummelten sich beim sportlichen Höhepunkt der Offenen Jugendarbeit Vorarlberg in den Semesterferien, 45 junge Sport- und Bewegungsbegeisterte, im Skigebiet Sonnenkopf im Klostertal. Unter professioneller, fachlicher Anleitung wird auf der Piste in verschiedenen Gruppen am Sonnenkopf gecruist, um das Snowboarden zu erlernen oder die bestehenden Techniken zu verfeinern, aber vor allem auch, um Spaß zu haben. Ein vielfältiges, abwechslungsreiches und spannendes Rahmenprogramm rundet diese schwungvollen Ferientage mit erlebnisreichem, abendlichem Geschehen in der Villa K. Bludenz ab.

Das haben wir gelernt:

Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisatoren konnten vielfältige Begegnungsräume für Jugendliche mit unterschiedlichen religiösen, kulturellen und sozialen Hintergründen geschaffen werden, so dass diese sich über die gemeinsamen Interessen im Austausch befanden und somit neue Freundschaften knüpfen konnten.

 

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Initiative welcome.zu.flucht: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Eine Fortbildung für Tandems

Das haben wir gemacht:

Dieter Gremel und Julia Rappich von der Beratungsstelle Extremismus führten mit den welcome.zu.flucht Tandems ein Argumentationstraining durch. Erlernt wurde vor allem, wie auf rassistische Kommentare von anderen reagiert werden kann.

Das haben wir gelernt:

Viel zu oft sind wir mit rassistischen Sagern konfrontiert, die uns nahezu sprachlos lassen. Wie darauf reagiert werden kann und soll will gelernt sein. In Folge auf dieses Training soll auch eine Broschüre mit Tipps und Tricks im Umgang mit rassistischen Äußerungen erstellt werden.

 

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Dienstag,13.März 2018· koje Termine


Lunchtalk - Austausch auf Leitungsebene

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